Anette Weber muss gehen oder Bei Burda ist man noch in der Steinzeit

October 16th, 2009

Category: action, politik, weltverbesserung, work

Tagged with: , , , , , , ,

Ich beschäftige mich ja bekannterweise vor allem mit der Zukunft der Arbeit.  Bei Burda hingegen scheint man sich noch in der Steinzeit der Arbeit zu befinden. Da gibt es mit Annette Weber eine Chefin von instyle, die bei Panorama unverblümt darüber spricht, dass sie Mütter auf Teilzeitstellen als Minderleister empfindet.

Und so gibt es wohl auch nur  4 (vier!) Teilzeitstellen unter der Leitung von Annette Weber. Nebenbei: Es gibt Rechtsanspruch auf Teilzeitstellen.

WuV weist darauf hin, dass nicht nur in dieser Hinsicht bei InStyle sehr schräge Arbeitsbedingungen herrschen. So müssen Modeassistentinnen der Redaktion extra dünn sein – um die Kollektionen der Modefirmen in der Redaktion selber vorzuführen.

Shame on you, Burda!  Schafft zeitgemäße Arbeitsbedingungen – und gebt Annette Weber eine Chance, auf einem neuen Job mal über ihre Art und Weise mit Mitarbeitern umzugehen nachzudenken. Burda, setzt Annette Weber ab. Findet auch nordfischbaby und schreibt:

„Es ist ja kein betreutes Wohnen, so eine Redaktion.“ In welchem Jahrhundert leben wir denn, dass eine Frau in dieser Position solche schiefen Töne von sich gibt?

Die Frage stelle ich mir auch.

update: Finja betrachtet das Ganze in einem sehr guten Posting auch nochmal mit einer Betrachtung der Frage, was für ein Mode- und Körperbild InStyle vertritt und befördert.

Nachtrag: Drüben beim Zimmermädchen gibt’s noch einen Hinweis auf die “Redaktion im Urlaub”-Ausgabe der InStyle: Chefredakteurin Annette Weber u.a. mit Cartier-Uhr für 38 100 Euro, Chanel 2.55 für 2150 Euro – die Modeassistentin mit Sandalen von Deichmann und Strohhut von H&M. #WTF-Faktor: hoch!

3 comments

  • Heike says:

    Traurig, wie diese Frau ihren Lebensfrust und unterdrückten Kummer an anderen auslässt. Sie hat bis heute nicht begriffen, dass Anna Wintour eine Witzfigur ist und eifert dieser nach, wie ein Kind dem Bravo-Idol. Überhaupt ist sie irgendwie eine Art Teenager geblieben.

    Man kann für sie nur hoffen, dass sie irgendwann gezwungen ist, sich mit SICH SELBST auseinander zu setzen. Sie hat wohl sehr wenig Liebe von anderen bekommen und auch keine wohlwollenden Gefühle zu/für sich selbst. Und versucht diesen Mangel durch Bestätigung zu kompensieren: Sie will die dünnste sein, die modischte, die junggebliebenste etc pp. Und um sich besser zu fühlen, werden andere klein gehalten.

    Mir tut sie irgendwie Leid.

  • Bernie says:

    Vielleicht ein bisschen spät, aber hier noch ein Kommentar:

    Was Anette Weber in ihrer naiv-ehrlichen Art berichtet, entspricht leider durchaus den Bedingungen im Burda-Verlag.
    Die Kaufleute haben das Ruder übernommen, und die Kreativen – schon immer misstrauisch beäugt, da ihr Arbeitsertrag schwer in Euro in Cent meßbar ist – werden bei Bruda nun richtig an die Kandare genommen. In den Chefredaktionen, wo man sich eigentlich vor die Redakteure stellen sollte, wird dieser Druck ungefiltert weitergegeben, da man um die eigenen Posten fürchtet. Bei Burda herrscht heute ein Regiment wie zu Kaisers Zeiten – da hilft auch kein Zertifikat von U.v.d. Leyen.

  • […] Glück, wie ich heute herausfand. Denn die Chefredakteuse der inStyle, Anette Weber, hat nicht nur eine hochgradigst steinzeitliche […]